III – drei

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(aufgenommen am Sonntag, den 30.10.2016 in Berlin-Biesdorf)

 

Die Seele baumeln lassen

Blauer Himmel, Sonnenschein,
mit Gott und sich zufrieden sein,
Glücksgefühl durchströmt den Geist,
ein Atemhauch, der Stille heißt,
Herz und Sinne ruhen entspannt,
ein leichter Wind streicht übers Land,
mit Aug‘ und Ohr die Pracht erfassen,
und so die Seele baumeln lassen.

                                                                                                             Oskar Stock

Frohe Weihnachten…

wünsche ich euch allen!
Ich hoffe, ihr seid alle reich beschenkt worden und hattet einen wunderschönen Heiligen Abend!
Wir sind bei meinen Eltern auf Usedom eingetrudelt und wie es der Wetterbericht versprochen hat, sind die Temperaturen nicht wirklich winterlich, aber dass soll uns die Stimmung nicht trüben, man kann auch im T-Shirt Weihnachten feiern! 🙂
Wir haben ein Bild von unserem kleinen Weihnachtsengel einfangen können… 🙂 (Sie hat gerade den Teppich dekorativ hingelegt und ihr Spielzeug verteilt)

Lucy-Weihnachten

Zur Feier des Tages habe ich auch noch eines meiner Lieblingsgedichte parat, der ein oder andere wird es mit Sicherheit kennen:

Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderlich beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
´bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, Heil`ges Schauern!
Wie soo weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt´s wie wunderbares Singen
– o du gnadenreiche Zeit!

Joseph von Eichendorf

Ein paar Tage werden wir hier noch verweilen und es uns gutgehen lassen. Ich wünsche euch ein frohes Weihnachtsfest!

Euer Berlienchen :wave:

Dritter Advent

Advent, Advent ein Jeder rennt

Im Kaufhaus sieht man Menschen flitzen
An Fenstern grelle Lichter blitzen
Auch seit November hängt nun schon
Der Weihnachtsmann dort vom Balkon
Die Hausfrau überlegt seit Wochen
Was tut sie wann an Weihnacht kochen.
Wo ist sie die Besinnlichkeit
In dieser Weihnachtszeit?
Der Plätzchenduft, der Kerzenschimmer
Geschenke basteln im warmen Zimmer
Weihnachtslieder und Geschichten
Die von der Geburt Jesu berichten.
Ich wünsch euch für die kommende Zeit
Etwas mehr von der Besinnlichkeit.

Klaus Göltl

3.Advent

Besser könnte ich es auch nicht ausdrücken, als in dem Gedicht beschrieben. Nun ist es bis Weihnachten nicht mehr weit und ich wünsche euch, dass auch ihr in all dem Vorbereitungsgewusel ein wenig Zeit für euch findet. Ich hab es in der letzten Woche geschafft ein wenig zu Backen und hab nun auch bis auf ein paar Keinigkeiten alles zusammen. Jetzt muss ich nur noch einpacken 🙂

Euch allen einen schönen 3.Advent!

Liebe Grüe Berlienchen

Zweiter Advent

Schneeflöckchen Weissröckchen… es schneit so schöön. 🙂 Alles wirkt so ruhig und der Schnee dämpft die lauten Geräusche… herrlich!

Ich wünsche euch allen einen schönen zweiten Advent!

Adventskerzen

Ich möchte euch noch zeigen, was ich die letzten Tage so gemacht habe, zum Backen hatte ich noch gar keine Zeit, aber es sind ja noch ein paar Adventstage 🙂 Für die Familie werkel ich seit ein paar Jahren Kalender für das nächste Jahr; die Bastelkalender sollen ja auch jedes Jahr anders und für jeden individuell gestaltet sein… Hier hab ich ein Foto von zwei Kalenderblättern für Familienmitglieder die sicher nicht meinen Blog lesen 😉 Soll ja noch nichts verraten werden! 🙂

Kalenderblätter 2013

Bei meinen Vorbereitungen habe ich auch noch ein Gedicht gefunden, dass ich euch nicht vorenthalten möchte:

Adventsgedicht
Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt das Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns hernieder sah.
Weiß sind Türme Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.

Theodor Fontane

Einen schönen zweiten Advent und besinnliche Stunden wünscht euch

euer Berlienchen

Erster Advent

Ich wünsche euch allen einen schönen ersten Advent und hoffe, dass ihr einen solchen hattet, da der Tag nun ja schon ein paar Stunden vorangeschritten ist…

Adventskerze

Bei meinen Weihnachtsvorbereitungen bin ich auf ein kleines Gedicht von Friedrich Wilhelm Kritzinger aufmerksam geworden, dass ich euch gern zeigen möchte: (Lesen müsst ihr leider selbst 🙂 )

Es ist Advent
Die Blumen sind verblüht im Tal,
die Vögel heimgezogen;
Der Himmel schwebt so grau und fahl,
es brauen kalte Wogen.
Und doch nicht Leid im Herzen brennt:
Es ist Advent!

Es zieht ein Hoffen durch die Welt,
ein starkes frohes Hoffen;
das schließet auf der Armen Zelt
und macht Paläste offen,
das kleinste Kind die Ursach kennt:
Es ist Advent!

Advent, Advent, du Lerchensang
von Weihnachts Frühlingsstunde!
Advent, Advent, du Glockenklang
vom neuen Gnadenbunde!
Du Morgenstrahl von Gott gesendet!
Es ist Advent!

Damit wünsche ich euch einen schönen (Rest-) Ersten Advent und einen guten Start in die neue Woche!

euer Berlienchen

November

Auf der Suche nach einem passenden Gedicht für meinen Blogeintrag habe ich im Netzt ein Werk von Heinrich Seidel gefunden, dass wirklich hervorragend zum derzeitigen Grau passt:

Heinrich Seidel

November

Solchen Monat muss man loben;
Keiner kann wie dieser toben,
keiner so verdrießlich sein,
und so ohne Sonnenschein!
Keiner so in Wolken maulen,
keiner so mit Sturmwind graulen!
Und wie nass er alles macht!
Ja, es ist ’ne wahre Pracht.

Seht das schöne Schlackerwetter!
Und die armen welken Blätter,
wie sie tanzen in dem Wind
und so ganz verloren sind!
Wie der Sturm sie jagt und zwirbelt
und sie durcheinanderwirbelt
und sie hetzt ohn‘ Unterlass;
Ja, das ist Novemberspaß!

Und die Scheiben, wie sie rinnen!
Und die Wolken, wie sie spinnen
Ihren feuchten Himmelstau
Ur und ewig, trüb und grau!
Auf dem Dach die Regentropfen:
Wie sie pochen, wie sie klopfen!
Und an jeder Traufe hängt
Trän‘ an Träne dicht gedrängt.

O, wie ist der Mann zu loben,
Der solch unvernünft’ges Toben
Schon im voraus hat bedacht
Und die Häuser hohl gemacht!
So dass wir im Trocknen hausen
Und mit stillvergnügtem Grausen
Und in wohlgeborgner Ruh
Solchem Gräuel schauen zu!

Vor ein paar Tagen schien bei uns sogar mal die Sonne und ich hab ein paar Bilder in näherer Umgebung aufgenommen – das Schöne am November is ja, dass der Hund trotzdem vor die Tür muss, egal, ob man selber gerade lust drauf hat oder nicht. Oft ist es dann gar nicht so schlimm, wie man es sich im Vorfeld ausgemalt hat 🙂

Herbsttag

Damit wünsche ich euch schon einmal einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche!

Liebe Grüße euer Berlienchen :wave:

Herbst

Naturdeko

Friedrich Hebbel

Herbstbild

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.

Akazie

Die Temperaturen sind ja momentan noch sehr angenehm, so dass man sich noch schön draussen aufhalten kann und mag… Ich sitz nachmittags noch auf dem Hof und les ein wenig, während mir die Sonne auf den Pelz bruzelt, so kann es gerne noch ein bisschen weiter gehen 🙂

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende! :wave:

Der Rabe

Treppe am Friedhof

Es war einmal ein Rabe-
ein schlauer alter Knabe-
dem sagte ein Kanari der
in seinem Käfig sang: Schau her
von Kunst
hast du keinen Dunst.
Der Rabe sagte ärgerlich:
wenn du nicht singen könntest
wärst du so frei wie ich.

Bertolt Brecht

Das Bild oben hab ich heute beim spaziern gehen aufgenommen und nun nach einem passenden Vers gesucht. Hmm, nun fragt ihr euch vielleicht, wo der Rabe auf meinem BIld ist…?:??:
Weggeflogen 🙂
Nein, es gab keinen! Ich finde das Bild nur sehr schön und ich mag Brecht, also passt es doch in „meine Welt“