Nikolaifestspiele 2016

Es war wieder ordentlich was los am Wochenende! In Vielen Teilen der Stadt wurde gefeiert. Uns zog es zu den Nikolaifestpielen, inzwischen zum vierten Mal,  in Berlin Mitte. Schausteller und Schauspieler luden in ihren wundervollen Kostümen bei herrlichem Sonnenschein zum Staunen ins Nikolaiviertel ein.

Stündlich gab es einen Umzug durch das Nikolaiviertel, das durch sein historisches Ambiente besticht. Neben handwerklichen Ständen wurde auch wieder für das leibliche Wohl gesorgt.

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Wie ihr seht, gab es Kostüme zu den einzelnen Epochen der letzten Jahrhunderte.

Wie bereits beschrieben war das Handwerk auch vertreten: Korbmacher, der Schmied, den ich hier nicht mit aufführe, die Bäckerei mit toll duftendem Brot, der Tischler/ Drechsler, der seine Waren auch feil bot , man konnte orientalische Gewürze oder einen besonderen Nachttrunk erwerben…

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Natürlich gab es auch ein musikalisches Unterhaltungsprogramm in klassisch und eben mal anders:

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Zum Schluss noch ein paar tolle Kostüme. Ich danke den Schaustellern 🙂

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Es hat auf jeden Fall wieder sehr viel Spaß gemacht dabei zu sein! Nochmal ein Dank an die Schauspieler/ Schausteller in ihren tollen Kostümen!

Zweiter Advent und Weihnachtsmarktrun

Nun ist er fast vorbei – der zweite Advent und wir steuern mit kleinen Schritten den dritten Advent an. Ich hoffe, ihr hattet ein besinnliches Wochenende ?! Wir hatten uns dieses Wochenende vorgenommen einen Weihnachtsmarkt anzulaufen. Ich hatte von einem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in Karlshorst gelesen. Da ich – wir- auf Mittelalter stehen, war unsere Neugier geweckt. Nach dem Mittagsschlaf unseres Knirpses hatten wir uns auf den Weg gemacht und waren etwa gegen fünf am Zielort angekommen. Ja, was soll man sagen?! Wir haben uns einmal über den Markt schieben lassen. Es waren tatsächlich Mittelalterstände, also Händler in mittelalterlichen Gewandungen, die ihre Waren feil boten. Mein Mann hat für unseren Nachwuchs eine Lederbörse für seine unzähligen Taler erstanden. Das war auch schon der Höhepunkt unseres Marktbesuchs.

Der Markt war auf einer recht kleinen Fläche aufgebaut, so dass es wirklich sehr eng gewesen ist und man mehr geschubst wurde, als selbst laufen zu können. Wir haben kurzerhand beschlossen zum Alexanderplatz zu fahren. Im Nikolaiviertel sollte auch ein kleiner Weihnachtsmarkt sein. Da uns das Nikolaiviertel von je her gefällt, fanden wir auch das eine gute Idee.

Im Nikolaiviertel angekommen wurden wir von beleuchteten Bäumen und damit einer weihnachtlichen Stimmung begrüßt. Um die Marienkirche waren ein paar Stände aufgebaut – alles für das leibliche Wohl. Das Highlight hier war „Die Feuerzangenbowle“, die es zum einen als Getränk gab, zum anderen konnte man sich den Film „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann auf einer Leinwand ansehen. Ja, an und für sich eine gute Idee, aber ich hatte gewisse Vorstellungen, was meinen Gaumen erfreuen sollte, zum anderen hatte ich keine Ruhe für Heinz Rühmann. Also war auch dieser Markt nichts für uns.

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Hätten wir auf unseren Sohn gehört, der ja gleich zum großen Riesenrad einbiegen wollte, als er es nach unserem Spaziergang auf dem Alexanderplatz erspäht hat, hätten wir schneller was zu futtern gefunden. Ihm schien der Magen schon in den Kniekehlen zu hängen, denn er zeigte auf jede „Fressbude“, in der Hoffnung sie hätte auch mein Interesse geweckt. Ich wollte eigentlich „was im Brot“. So ein kleines selbstgebackenes Brot mit Pilzgulasch oder sooo… Das waren meine Vorstellungen. Aber nachdem wir an einigen Buden vorbei gezogen waren und der Magen vom Knirps immer mehr rebellierte, brach ich meine Suche ab und entschied mich für „Grünkohl mit Knacker und einer halben Scheibe Toastbrot“. Meine Männer hatten sich für Flammenkuchen entschieden. Sichtlich gesättigt ging es dann weiter – zum „gebrannte Mandeln-Stand“. Allerdings hab ich mich für gebrannte Paranüsse entschieden.

Das Highlight für unseren Kleinen war der „Ponnyhof“, wo all die großen Kinder auf den Ponys reiten durften. Ihm wollten wir das nicht antun, da wir auch gesehen haben, dass es nicht allen Kindern gefallen hat, weil sie auf dem Rücken der Ponys der Mut verlassen hat. Er hat aber zwei Ponys gestreichelt, was ihn super stolz gemacht hat.

Es gab auch ein Karussell, auf dem er eine Runde mit Papa drehen durfte. Das hat ihm so gut gefallen, dass er gleich mehr wollte.  Uns is ein Karussell an einem anderen Eingang aufgefallen, das gar nicht besucht wurde, was irgendwo auch traurig anzusehen war. Vor dem Karussell standen ein paar junge Erwachsene, die sich auch wunderten und es dann aber auf den Punkt brachten: „Sehen schon gruselig aus, die Tiere, oder?“ Bei näherer Betrachtung sind mir dann auch die riesigen schwarzen Augen aufgefallen. Die Tiere werden für die Kinder tatsächlich zu gruselig gewesen sein, so dass sich keins rauf getraut hat.

Alles in allem hat sich der Weihnachtsmarktbesuch am Neptunbrunnen aber gelohnt. Etwas Süßes für den Gaumen gab es zum Schluss auch noch – etwas mittelalterlich eine Art Zimtbrot am Stock gebacken. das war mega lecker. Unser Portemonnaie war am Ende um etwa 25,-Euro leichter, aber trotz der Fülle, konnte man doch gelegentlich auch ohne Schubsen voran kommen und sich an den Buden die Waren anschauen.